märchenerzählerin ULRIKE LEITHNER

„Märchen sind so leben­dig wie das Leben … Wer sie wirk­lich ver­stehen will, muss es wagen, seinen Stand­punkt zu ver­lassen, und sich von den Märchen mit­reißen lassen.“

— Arnica Esterl

Märchen sind mit mensch­licher Sprache er­zählte Ge­schich­ten. Von einem Mund zum anderen Ohr weiter­ge­geben, mit eigener Gestik und Mimik ver­feinert, mit neuem Wissen an­ge­reichert oder krea­ti­vem Ge­danken ver­schönert. Um dann nieder ge­schrieben zu werden.

Vor fast 200 Jahren haben die Brüder Grimm solche er­zählten Ge­schichten ge­sam­melt und als Märchen nieder­ge­schrieben, so wie wir sie noch heute kennen.

Seit 2010 er­zähle ich nun Mär­chen. Am meisten Freude be­reitet es mir Kin­dern Mär­chen zu er­zählen. Es ist wunder­bar zu sehen wie es ge­lingen kann, Kinder in unserer heutigen Zeit für so etwas wie Mär­chen zu be­geis­tern. Wenn die Augen immer größer werden, wenn sie aus dem Sitz sprin­gen vor Eupho­rie und vor Span­nung.

Aber natür­lich macht es mir auch selbst Spaß in die Mär­chen ein­zu­tauchen, in dem einem Moment bin ich die über­mächtige Hexe, um gleich darauf die zier­liche Prin­zes­sin zu sein. Es ist span­nend!

Auch mein hand­werk­lich krea­tives Ge­schick kommt beim Mär­chen er­zählen zum Tragen. Die Um­setzung der Ge­schichte in ein kleines Bühnen­bild, dass mit seinen Fi­guren ge­schickt in einen kleinen Kof­fer passt. Der Mär­chen­koffer. Wunder­bar!

Ein weiterer Schritt ist das Theater spielen mit den Kindern nach dem Er­zählen. Die Kinder an die einzel­nen Fi­guren im Mär­chen heran zu führen und zu sehen was sie im einzelnen am meisten be­geis­tert hat. Es ist meist ein sehr hei­teres Mit­ein­ander!

Auch das an­schließen­de Malen mit Wachs­mal­stiften und Wasser­farben, ist eine weitere Aus­drucks- und Ver­arbei­tungs­mög­lich­keit des eben ge­hörten Mär­chens. Es entstehen be­ein­druckende Kunst­werke.  Märchen­bilder­buch an­sehen

„Kinder tun nicht, was man ihnen sagt, sondern das, was man ihnen vor­lebt.“

— Mark Twain